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Häufig gestellte Fragen / FAQ

Häufig gestellte Fragen / FAQ2021-02-16T12:10:53+01:00
Ist nicht schon alles in Bauland umgewidmet?2021-02-16T13:40:22+01:00
  • Eine Baulandwidmung hat bisher nur das Gebiet entlang der Dückegasse! Gewidmet ist auch der angrenzende Grünzug (SSW Wald- und Wiesengürtel), auch wenn bisher nur wenige Grundstücke der Stadt gehören. Hier darf NICHT gebaut werden.
    Über dem rot markierten Teil des Donaufeldes (siehe nachfolgende Grafik) liegt eine Bausperre. Hier wurde noch nicht umgewidmet!  Diesen letzten freien Teil des Donaufeldes, mit seinem hochfruchtbaren Boden und seiner Artenvielfalt, wollen wir für die nächsten Generationen im ‚Wiener Immergrün‘ bewahren! 

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Wer widmet das Donaufeld?2021-02-16T13:45:49+01:00

Widmungen passieren im Wiener Gemeinderat. Die Wiener Stadtregierung, aktuell SPÖ und NEOS, können das Donaufeld mit ihren Stimmen in Bauland umwidmen – oder auch eine SWW Widmung beschließen (Wald- und Wiesengürtel – hier kann weiterhin Landwirtschaft betrieben werden).
Unterstützend für eine SWW-Widmung und unsere Forderung ‚Donaufeld ins Wiener Immergrün‘ ist ein ALLPARTEIENENTRAG im Bezirksparlament, dem ALLE 60 Bezirksrät*innen zustimmen. Denn der Bezirk wird vor einer Widmung um seine Stellungnahme gefragt.
Es geht um den POLITISCHEN WILLEN, dann ist alles möglich! 

Laut Stadt Wien gab es schon in den Jahren 2014 bis 2017 einen Beteiligungsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern, dessen Ergebnisse in das Leitbild „Zielgebiet Donaufeld“ aus dem Jahr 2010 einflossen. Wird nicht eh viel von den Interessen der Beteiligten von damals umgesetzt?2021-02-16T13:44:54+01:00

Leider stand das große Ziel für das Zielgebiet Donaufeld vor Einleitung des Beteiligungsprozesses schon fest: wertvolles Grünland in dicht verbautes Wohngebiet (ca. 6.000 Wohneinheiten) umwandeln. Wie groß soll dann der Gestaltungsspielraum für die Interessen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger oder dem Naturschutz ausgefallen sein? Das Leitbild ist über 10 Jahre alt, und mittlerweile haben sich die übergeordneten politischen Ziele – dank einem höheren Bewusstsein in der Gesellschaft – geändert. Am 20. November 2020 stellte Wiens Bürgermeister die Strategie „Klimamusterstadt Wien – bis 2040 CO2 neutral“ vor. In ihrem Beitrag auf Facebook vom 12. Jänner 2021 kritisiert die Stadträtin Ulli Sima unserer Meinung nach zu Recht, dass täglich 13 Hektar Grün- und Ackerland in Österreich verbaut werden. Sie will daher die Nachnutzung von „brown fields“ (z.B. alte Bahnhofsareale oder Industriegründe) forcieren. Genau dieses Ziel verfolgt auch die Bundesregierung laut ihrem aktuellen Regierungsprogramm. Darin heißt es: „Vorrang von Nachverdichtung und Überbauung vor Versiegelung grüner Wiesen“. Daher ist es an der Zeit, die Stadtpolitik zu diesen Zielsetzungen in die Pflicht zu nehmen: Bitte gleich im Donaufeld damit beginnen und das veraltete Leitbild überarbeiten, sodass und ein immergrünes Donaufeld erhalten bleibt. Nicht nur für uns, sondern auch für kommende Generationen!

In der Schemenkarte des Leitbilds „Zielgebiet Donaufeld“ sind öffentliche Freiräume grün gekennzeichnet. Warum also die Aufregung, es wird eh‘ genug Grünraum im Donaufeld geben?2021-02-16T12:07:59+01:00

Die in der Schemenkarte für das Leitbild „Zielgebiet Donaufeld“ grün gekennzeichneten Flächen machen nicht einmal ein Viertel der Fläche des Zielgebiets Donaufeld aus (14 ha). Von den geplanten öffentlichen Freiräumen steht nur ein äußerst geringer Anteil im Besitz der Stadt Wien. Der Großteil steht derzeit in privatem Besitz.

Wir wollen, dass die rund 60 ha des Donaufelds als Grün- und Ackerland erhalten bleiben!

 

Karte für das Leitbild „Zielgebiet Donaufeld“ 

Das Gebiet des Donaufelds ist an den öffentlichen Verkehr gut angebunden. Dann ist es ja sinnvoll, es zu verbauen?2021-02-16T12:08:20+01:00

Nur einige Außenbereiche des Donaufelds sind derzeit – mehr oder weniger – gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Das innere Gebiet des Donaufelds jedenfalls nicht. Es soll gemäß dem Leitbild der Stadt Wien für das „Zielgebiet Donaufeld“ aus dem Jahr 2010 mit einer Straßenbahn- und einer Buslinie an das Wiener Öffi-Netz angebunden werden. Tausende Wienerinnen und Wiener nutzen derzeit täglich die Wege durchs Donaufeld zum Spazieren, Laufen oder Radfahren. Bei schönem Wetter ist der freie Blick von dort bis zum Wienerwald wunderschön! Wenn die Stadt Wien das mittlerweile veraltete Leitbild umsetzt, dann ist es um den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und um den hochwertigen Ackerboden geschehen. Kämpfen wir gemeinsam für den Erhalt der Acker- und Grünflächen des Donaufelds! Eine sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebundene Grünfläche in ähnlicher Größe wie das Donaufeld ist der Stadtpark im ersten Bezirk. Soll er deswegen verbaut werden?!?

Wien wächst und braucht Wohnungen! Wiegt der hohe Bedarf an Wohnfläche in Wien nicht höher als die paar Hektar Ackerland im Donaufeld?2021-02-16T12:09:12+01:00

Der Rechnungshof veröffentlichte am 22. Jänner 2021 seinen Prüfbericht über den Wiener Wohnbau. Er stellte fest, dass 7.689 der von Wiener Wohnen verwalteten Mietobjekte leer standen. Wenn das Leitbild „Zielgebiet Donaufeld“ aus 2010 tatsächlich umgesetzt werden sollte, wird das Donaufeld mit ca. 6.000 Wohneinheiten zubetoniert. Wozu also das Donaufeld mit 6.000 Wohneinheiten zubetonieren, wenn Wiener Wohnen über so viel leerstehende Wohnungen verfügt?

Wenn der Bedarf für Wohnzwecke in Wien tatsächlich hoch ist, gibt es unserer Meinung nach klimafreundlichere Alternativen, welche die Stadt Wien zügig umsetzen kann: z.B. Leerstandsanalysen in Gemeindebauten und in Wohnanlagen gemeinnütziger Bauträger, strenge Sanktionen bei kurzfristig weitervermieteten Gemeindewohnungen (z.B. über Online-Plattformen), Nutzung freistehender Geschäftsflächen in Wien für Wohnzwecke, Aufstockung von ebenerdigen Supermärkten sowie Gewerbeparks usw.

Außerdem zählen die rund 60 Hektar Ackerland des Donaufelds zu den hochwertigsten Böden Österreichs. Nur mehr 8% gibt es davon in Österreich, und das Donaufeld gehört dazu! Gerade die COVID-Krise zeigt, dass regionaler Lebensmittelanbau eine wichtige Stütze in der Ernährungssicherheit Österreichs ist! Wir wollen den nachhaltigen Lebensmittelanbau im Donaufeld erhalten. Viele mittlerweile in Österreich selten gewordene Tierarten sind im Donaufeld heimisch. Hohe Wohnqualität im Donaufeld soll es unserer Meinung nach in erster Linie für die dort beheimateten Pflanzen und Tieren geben!

Viele Initiativen zum Erhalt von Grünraum sind in Österreich schon gescheitert, warum soll ausgerechnet „Freies Donaufeld“ Erfolg haben?2021-02-16T12:06:43+01:00

Wir von „Freies Donaufeld“ sind eine kleine, aber sehr schlagkräftige Gruppe mit unterschiedlichen Stärken und Kontakten. Außerdem werden wir immer mehr und größer! Mittlerweile wird über unsere Initiative in großen Printmedien berichtet. Und in den sozialen Medien sind wir auch nicht mehr wegzudenken. Ja, viele Initiativen sind gescheitert. Viele hatten und haben aber Erfolg. Denen haben wir zum Beispiel zu verdanken, dass der Wienerwald seit Ende des 19. Jahrhunderts als Wald- und Wiesengürtel besteht oder in der Hainburger Au kein Kraftwerk steht …. und hoffentlich auch in Zukunft am Donaufeld Lebensmittel angebaut werden.

Nur mit eurer Unterstützung und starkem Druck der Öffentlichkeit ist es zu schaffen, dass Donaufeld zu erhalten. Wir haben Sie überzeugt? Sie wollen uns gerne unterstützen? Mehr Infos dazu unter Mitmachen.

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