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Wiener Immergrün
FREIES DONAUFELD – DER NEWSLETTER
Inhalt

Grundstücks-Kauf durch Bauträger im Grüngebiet

Winter- und Frühlings-Leben im Donaufeld

Widerruf!

Unzulässige Wunschwidmung und ungesetzliche Unterlassung der Umweltverträglichkeitsprüfung

Der Wiener Wohnfonds und Wir im Donaufeld

Was wir auch sehr interessant finden

🐸 "Wexi" die Wechselkröte hat Null Verständnis

🏗️ Das Donaufeld-Desaster: Baustellen-Berichte

🍎 Donaufelder Schmankerln

🗓️ Veranstaltungen und Termine

Was entwickeln Miroslav Josic und Thomas Gabriel?

Grundstückskauf durch Bauträger im Grüngebiet

Hr. Miroslav Josic, laut Firmenbuch mit Wohnsitz in Straßhof, hat (indirekt über eine Tiff GesmbH) mit Herrn Thomas Gabriel (Wohnsitz Vereinigte Arabische Emirate) als Geschäftsführer im August 2025 ein Grundstück im Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel zwischen Donaufelderstraße und Nordmanngasse im Ausmaß von 5.760 m² um genau 1 Million € gekauft, das heißt um 174 € pro m².

NB: Beide Herren sind auch bedeutende Teilhaber von Real One, dem privaten Bauträger im Donaufeld Ost.

 

UNSERE BEOBACHTUNGEN UND FRAGEN

  • Nach jetzigem Stand darf auf dem Grundstück nicht gebaut werden, weil hier laut gültigem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan die entsprechende Widmung 'Schutzgebiete Wald und Wiesengürtel' (Sww) besteht. Wozu kauft Hr. Josic – jenseits seiner sichtbaren Geschäftsinteressen – ein nicht bebaubares Grundstück? Hat er Informationen über allfällige Kaufinteressenten, z. B. aus dem öffentlichen Sektor, die den sogenannten Grünzug im Donaufeld gestalten wollen oder sollen? Wir werden jedenfalls ein Auge darauf behalten, ob – und wenn ja: zu welchem Preis – dieses Grundstück weiterverkauft wird. Und an wen.

  • Warum gewährt die Raiffeisenbank Region Amstetten auf ein Grundstück, das 1 Million € wert ist, ein Pfandrecht von fast 2 Millionen €?
    Hat sie zusätzliche Sicherheiten oder belastbare Informationen über bevorstehende Wertsteigerungen?

  • Warum haben noch andere Bauträger Grundstücke im Sww nahe der Alten Donau, z. B. die BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (Eisenbahner-Gewerkschaft, EZ 200 Grundbuch Donaufeld) im Ausmaß von 6.500 m²?
Winter- und Frühlingsleben im Donaufeld

Brrrr 1...

Unser DoSama im Hellerpark am 10. Jänner 2026

Brrrr 2...

Kirchturm am Kinzerplatz am Horizont (20. Februar 2026)

ABER JETZT:

Bei frühlingshaftem Wetter ist es wieder öfter zu sehen und zu hören: das Rotkehlchen. Daher gilt es auch seit jeher als Symbol für den Neubeginn.

Passend zur jetzigen Zeit, in der die Tage länger werden und der Frühling vor der Tür steht.

Widerruf

Wir haben bisher als Indikator für Wohnungsleerstand in Wien das Merkmal „Wohnungen ohne Wohnsitzmeldung“ publiziert, zuletzt die Zahl 106.000.

Wir widerrufen diese Feststellung:

Die Zahl der „Wohnungen ohne Wohnsitzmeldungen“ ist viel höher.

Wien hat in den Jahren 2011 bis 2023 als einziges Bundesland Baubewilligungen für An-, Auf- und Umbautätigkeiten NICHT gemeldet – für diese nicht erfassten Wohnungen konnte daher auch das Vorliegen eines Wohnsitzes nicht geprüft werden.

Wir haben daher eine umfangreiche Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz an die Noch-Stadträtin Gaal gestellt, um das Wissen des Magistrats zum Thema Leerstand – so vorhanden – abzufragen.

Quelle: freiesdonaufeld.at/wp-content/uploads/2026/02/Anfrage-Wohnungsleerstand-in-Wien-PUB.pdf

Als neuen Indikator schlagen wir 118.000 Wohnungen ohne Wohnsitzmeldung vor und als Definitiven und mittelfristigen Leerstand für Wien im Jahr 2025 111.000 Wohnungen.

 

ZITATE VON STATISTIK AUSTRIA

„Allein von 2011 auf 2021 stieg die Anzahl der Wohnungen ohne Hauptwohnsitzmeldung stärker an als die der Wohnungen mit Hauptwohnsitzmeldungen: Der Anteil der Wohnungen ohne Hauptwohnsitzmeldung ist um 12,2 % (von 796 450 auf 893 524 Wohnungen) gestiegen; im Vergleich dazu haben sich die Hauptwohnsitzwohnungen mit 10,2 % im geringeren Ausmaß erhöht (Österreich).“

Quelle: statistik.at/fileadmin/user_upload/Zensus-GWZ-2021.pdf


„… steigt die Zahl der Wohnungen ohne Hauptwohnsitzmeldungen seit fünf Jahrzehnten an.“

Quelle: statistik.at/services/tools/services/publikationen/detail/1650

 

UND WOANDERS?

Kärnten hat erst kürzlich eine neue Abgabe für Zweitwohnsitze beschlossen.

Quelle: kaernten.orf.at/stories/3343478/

Wien: tatenlos und datenlos angesichts der massiv ungerechten Verteilung von Wohnraum.

Unzulässige Wunschwidmung und ungesetzliche Unterlassung der Umweltverträglichkeitsprüfung
  1. Der Bauträger Real One hat im Donaufeld Ost nicht nur ohne Bebauungsplan bauen dürfen, sondern – abweichend von den generell gültigen Plänen  (zwecks Wertsteigerung ?) auch eine Sondergenehmigung für Tiefgaragen erhalten. Jetzt stehen die Zementtürme im Rohbau, und es wäre halt schön, wenn zumindest nachträglich ein Bebauungsplan nach Wiener Bauordnung existieren würde.

  2. Wie schon lange geplant, soll für die Kinder, die in den Betonklötzen des „Quartiers an der Schanze“ wohnen sollen, eine Schule errichtet werden (in der Nähe des sogenannten Vivi-Hauses) – das Vorhaben braucht einen Bebauungsplan.

Deshalb hat die MA 21b einen Planentwurf 8463 erstellt. Unser Kommentar zu diesem Entwurf umfasst u. a. zwei Feststellungen: 

a. Es handelt sich bei dem Plan um eine unzulässige Wunschwidmung.

b. Es wurde die gesetzlich geforderte Umweltprüfung gemäß Bauordnung unterlassen.- Die MA22 Umweltabteilung hat aber bereits vorsorglich einen positiven naturschutzrechtlichen Bescheid ausgestellt.

Zum Kommentar: freiesdonaufeld.at/kommunikation-mit-behoerden-expertinnen

Der Wiener Wohnfonds und wir im Donaufeld

Der Wiener Wohnfonds über sich:

„Im Geschäftsbereich Neubau werden ...Grundstücke für den geförderten, sozialen Wohnbau erworben, verwaltet und bis zur Baureife weiterentwickelt. Zudem ist er bei der Projektentwicklung in den großen Stadtentwicklungsgebieten maßgeblich beteiligt.“

Quelle: wohnfonds.wien.at/ueber_uns


Unsere Erfahrungen

Wir hier im Donaufeld haben schon Bekanntschaft mit dem Fonds gemacht:

– als Akteur im Verbetonieren von Donaufeld Ost
– im Donaufeld West als Grundbesitzer, der Wohn- und Betriebsstätten gnaden- und sinnlos vernichtet – in seinem Interesse und im Interesse seiner Klientel, der Bauträger

Und weil's um viel Geld geht, hat sich auch der Rechnungshof den Wohnfonds angeschaut:

„Empfehlungen: … Die Bestellung der Geschäftsführung wäre künftig öffentlich auszuschreiben und es wäre die Höhe der Geschäftsführerbezüge zu begründen.“ (S. 9)

Quelle: rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Wohnfonds_Wien.pdf

Wir wollten nun wissen, ob der Wohnfonds unser Steuergeld auch außerhalb des „geförderten, sozialen Wohnbaus“ (sprich: für privat-spekulative Akteure wie Real One oder Buwog) ausgibt und haben eine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an den Magistrat gestellt.

Gegen den verweigernden Bescheid haben wir Beschwerde eingelegt (nach IFG) und werden berichten, ob es möglicherweise da etwas zu verbergen gibt – und mit welcher Begründung.

Der Wohnfonds könnte einfach sagen: „Wir haben das uns zur Verfügung gestellte Steuergeld nur für geförderten, sozialen Wohnbau ausgegeben.“

Weil er das nicht tut, könnte ein naiver Mensch glauben, Steuergeld wäre an profitorientierte Unternehmen wie Real One und Buwog gegangen.

Wir haben jedenfalls vor, unsere Beobachtungen an den Rechnungshof und die Volksanwaltschaft weitergeben.

Hier unsere Beschwerde zum nachlesen: freiesdonaufeld.at/wp-content/uploads/2026/03/Wr-Wohnfonds-Auskunftverweigerung-20260227-pub-.pdf

Was wir auch sehr interessant finden

„Bodenverbrauch wird immer noch belohnt“

Architekten-Präsident Fügenschuh

Quelle: derstandard.at/story/3000000300841/architekten-praesident-fuegenschuh-bodenverbrauch-wird-immer-noch-belohnt


Ein Fünftel des Baulandes in Österreich liegt brach

Im ganzen Land sind 63.000 Hektar Bauland ungenützt, was der Fläche der Städte Wien, Graz und Salzburg entspricht.

Quelle: derstandard.at/story/3000000301647/ein-fuenftel-des-baulandes-in-oesterreich-liegt-brach

 

Das Donaufeld als Objekt der Wissenschaft

Early in 2025 Rheologic was contacted by Verein Freies Donaufeld, an Austrian non-profit organisation. Verein Freies Donaufeld strives to preserve farming land, natural habitats of protected species and local microclimate in a previously mostly undeveloped area in Vienna.

Quelle: rheologic.net/articles/cold-air-flows-and-night-time-cooling/

 

Kolumne: Wexi, die Wechselkröte

Wexi mit Null-Verständnis

Ich habe Null-Verständnis.

Noch-Stadträtin Gaal hingegen hat Verständnis:

„… muss man auch Verständnis dafür haben, wenn eine Anleger*in eine Wohnung kauft, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in der Familie an kommende Generationen weiterzugeben oder eine Wohnung aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts leer steht.“

Quelle: falter.at/morgen/20260202/warum-die-wiener-spoe-ploetzlich-nicht-mehr-fuer-eine-leerstandsabgabe-ist

Es ist uns schon klar, dass sich der obere Mittelstand und die Oberschicht in dieser Stadt leisten können, eine oder mehrere „Reserve-Wohnungen“ leer stehen zu lassen, wenn z. B. die anfallende Grundsteuer nur ein Achtel des internationalen Durchschnitts ausmacht.

Dass man aber für diesen Reserve-Luxus die Zukunft verkauft – in Form von Biodiversität, Klimaresilienz und Ernährungssicherheit –, weil dafür z. B. im Donaufeld fruchtbarer Boden zubetoniert wird, sollte auch gesagt werden dürfen.

Die edlen Wohnungen in den oberen Stockwerken der Bauträger Real One, Buwog und Haring hier im Donaufeld – alle auf ehemals fruchtbarstem Ackerboden hingeklotzt – werden sicher nicht von alleinerziehenden Supermarktverkäuferinnen gekauft werden.

Aber deren Kinder werden die Kosten in Form von Beton-CO₂, Klimakapriolen, Sommerhitze und schlechterer Nahrungsversorgung tragen müssen.

Da war doch früher einmal die Rede von Solidarität, gerechterer Verteilung und Zukunftsgewandtheit in der sozialdemokratischen Politik … früher …

Das Donaufeld-Desaster: Baustellen-Berichte

Real-One, Buwog, und Konsorten (Mitglieder des Konsortiums) durften mit dem Bau beginnen nach dem kuriosen Verlauf des Verfahrens.
Die Bauträger des Projekts “An der Schanze” haben gemäß dem Bescheid der MA 22 aus 2023 und nach sonstigem Recht zahlreiche Auflagen zu erfüllen: 
Wir beobachten das genau und müssen leider auch offensichtliche Vergehen den Behörden zur Kenntnis bringen.

📃 Hier geht es zum Logbuch


EINER DER LETZTEN EINTRÄGE:

2. März 2026:
Wenn sich grottenschlechte Planung und Rücksichtslosigkeit paaren

Das Foto stammt vom 26. Februar und zeigt den Geh- und Fahrradweg parallel zur Dückegasse auf der Höhe der Einmündung des Drygalskiweg.

Wo sich Fußgänger und Radfahrer in beiden Richtungen eh nur ein bisschen mehr als einen Meter teilen müssen, hat noch dazu ein E-Scooter-Fahrer sein Gefährt abstellen müssen. Man könnte sagen: „Einzelfall“ oder „Wenn die Baustelle fertig sein wird, wird’s besser“.

Nein: Es wird nicht besser werden, weil hier – auch für viele zukünftige Bewohner – der kürzeste Weg zur U-Bahn führt und permanente Konflikte vorprogrammiert sind.
Und den Lärmschutz für die Beinahe-Autobahn B3 kann man auch nicht abreißen.

Aber Hauptsache, die Bauherren (in diesem Fall: Haring-Group) haben ihre Baufelder bis zum Ausreizen der letzten Zentimeter bekommen.

Donaufelder Schmankerln

Es gibt sie wieder: die „Feigenmarmelade samt Rotwein“, und Honig aus dem Donaufeld!

Und zwar bei Rad und Tat in der Fultonstraße 5-11.
Ganz großen Dank an Moumene Chikhoune für die Möglichkeit, die Marmelade und den von den Donaufelder Bestäuberinnen gesammelten Honig in seinem Geschäft anbieten zu dürfen.

Veranstaltungen und Termine

DO SAMA! – Donaufeld ins Wiener Immergrün – SCHLUSS mit dem Verbau des Naturparadieses Donaufeld!

📅 jeweils Samstags am...

7. März
4. April

🕥 Uhrzeit: 15:00–16:30 Uhr
📍 Treffpunkt: Bank Austria Park (Hellerpark), Wasserwächterin, 1210 Wien

 

Mahnwache Wechselkröte - Fair Fahren im Donaufeld

📍 Kreuzung Nordmanngasse /Alois Negrelligasse

Montag, 9. März 2026, 16h30 bis 18h00

Bald ist wieder Wechselkröten-Wanderung.
Weil immer noch zu viele Wechselkröten „Verkehrsunfällen“ zum Opfer fallen, werden wir wieder AutofahrerInnen über das Fahrverbot in der Nordmanngasse aufklären. Und hier vorbeikommende RadfahrerInnen und SpaziergängerInnen bitten, unsere Petition zu unterschreiben. 

📰 Hier geht es zu unserem Flugblatt

Appell

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